Mit Männerstiefeln zum Frauenschuh bei Burg Lichtenegg

                                                                             

***** 5 Sterne: Mischwald, romantische Pfade, Felsen und Schluchten, schöne Wege mit einigen Anstiegen,
 fast kein Asphalt, seltene Flora in Hülle und Fülle und gute Bewirtung; 15 km, 4 Std - Abkürzungen möglich

zu weiteren Sockenqualmer Wanderungen:

- am 04. Juni 2008- am 20. Mai 2009,  - am 23. Mai 2012

Der "Birgland - Rundwanderweg"


Anfahrt: Größere Kartenansicht
 

Bericht zur Wanderung am 26. Mai 2010 

Teilnehmer: Achim, Bruno, Clemens, Heinz, Jörg, Manfred, Pit, Udo, mittags Karl, Rolf und Willi

Von der Claramühle über Fürnried nach Lichtenegg - wie ist die Welt so groß und weit…
„Ein *****Sterne Klassiker!“

Das Wetter war nicht gerade vielversprechend, aber wir wollten auf keinen Fall die Blüte des Frauenschuh verpassen Und wir hofften, wie im letzten Jahr, auf viele Waldwindröschen, Pestwurz, Vogelnestwurz, Waldvögelein und Salomonsiegel. Also trafen wir uns wie immer am Sportheim, bestiegen unsere Karossen und brausten über die Autobahn bis auf den kleinen Wanderparkplatz bei der Claramühle.

Vom Wanderparkplatz liefen wir ein Stück zurück bis zur Claramühle, dann links auf den Feldweg bis zur Kirchthalmühle. Markierung ist der rote Punkt. Auf einem leicht ansteigenden romantischen Weg laufen wir ca. 500m, bis sich unser Pfad nach links den Berg hinauf wendet. Ansteigend aber nicht anstrengend folgen wir dem Weg durch den Wald, dann hinaus an einem Feld vorbei und erreichen auch schon Troßalter, einen kleinen Weiler. Am oberen Ortsrand ziehen wir dann auf dem roten Punkt weiter in südwestlicher Richtung. Ein sehr schöner und schmaler Pfad. Nach ca. 1,5 km schwenken wir nach Norden, wieder ein toller Wanderweg, und haben nun die Richtung nach Fürnried eingeschlagen. Bald sehen wir auch schon die ersten Frauenschuhe und sind wie immer angetan von diesen schönen und seltenen Pflanzen. Fotoapparate gezückt und Makro eingestellt und schon sind die Blümchen digital festgehalten. Kurz vor Fürnried sehen wir uns noch die „Vogeluhr“ an.
Das sind schon Frühaufsteher: das Rotschwänzchen krabbelt bereits um 03.15 Uhr aus seinem Nest. Man merkt deutlich: als Beispiel wir das nicht herhalten. Aber wo sonst kommt das Sprichwort von dem frühen Vogel her.
Auch eine interessante "Bienenherberge" g
ibt es zu bestaunen (s. auch unten).
In Fürnried besuchen wir noch kurz die evangelische Kirche und laufen durch den schön gepflegten Kirchhof.

Dann haben wir auch schon die Richtung nach Wurmrausch eingeschlagen und bleiben bis zum Ortsende auf der Teerstraße, wechseln dann mit der Markierung auf einen ansteigenden Feldweg, den wir an der Bergkuppe wieder verlassen und auf der Straße bis zu dem winzigen Ort Wurmrausch laufen. Auf einer Bank ruhen wir noch ca. 10 Minuten, da wir unsere Kräfte für den steilen Anstieg benötigen. Dann geht es auch schon los. Am Ortsende steigen wir steil bis steilst hinauf auf den Birkenfelsen. Oben angekommen haben wir einen wunderschönen romantischen Höhenpfad. Bald finden wir auch wieder die Nester der Frauenschuhe, wieder wird fotografiert und alles festgehalten.

Nachdem Achim genug gesehen hatte, erinnerte er daran, dass es auch noch anderes Wichtiges gibt: „Frauenschuh hin und Frauenschuh her, aber Schäufele bleibt Schäufele“ und trieb zur Eile.  

Am urigen Türkenfelsen vorbei, weiter an wildromantischen Felsgebilden ziehen wir im Gänsemarsch auf schmalem Pfad weiter. Orientierung ist für uns der lokale Weg 34. Dann geht es auch schon steil ins Tal hinab, anschließend leicht bergauf, in den Wald hinein und dann nochmal ordentlich steil hinab. Als wir aus dem Wald hinaustreten, sehen wir vor uns schon die Burgruine Lichtenegg.
Der Schritt wird nun schneller, nicht um die Burg zu erstürmen, sondern um den besten Platz in der Schloßgaststätte zu erreichen.
Hier treffen wir auch wieder auf unsere Kameraden Karl, Rolf und Willi, die den weiten Weg nicht gescheut haben, um mit uns Mittag zu essen.

In der Schloßgaststätte werden wie immer bestens und freundlich bewirtet.

Und, nachdem wir frisch gestärkt sind, treten wir gestählt hinaus an die frische Luft. Markierung ist nun "Paul Pfinzig" und der grüne Punkt. Auf bequemen Geläuf geht es bis nach Willersdorf. Am Ortsanfang schwenken wir mit der Markierung nach rechts und erreichen bald einen Wald. Hier steigen wir dann ab, sehr steil und erreichen ein einsames Tal mit einem munteren Bächlein.
Dann führt uns der Wanderweg aber wieder bergauf, vorbei an einer Weide mit Schafen und dann in westlicher Richtung,  Ca. 300 m weiter führt uns der Weg wieder ins Tal hinab. Doch vorher findet Bruno noch einen jungen Feuersalamander. Nach ca. 400 m haben wir dann auch schon unseren Ausgangspunkt wieder erreicht.

Fazit: Immer eine lohnende Wanderung mit guter Einkehr, abwechslungsreich, schöne Pfade und einmalige Natur.

Hier findet man gute Informationen rund um den "Frauenschuh" (Blütezeit, Fundstellen) und zu Lichtenegg

 

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Wohl ist die Welt so groß und weit
Und voller Sonnenschein
Das allerschönste Stück davon
Ist doch die Heimat mein
Dort wo aus schmaler Felsenkluft
Der Eisack springt heraus
Von Sigmunds Kron der Etsch entlang
Bis zur Salurner Klaus

Hei di hei da hei da
Ju vi val le ral le ra
Hei da hei da
Ju vi val le ral le ra.









Text: Karl Felderer, geb. 1895,  St. Christina
Musik: Altes Handwerkerlied aus Tirol

2. Wo König Ortler seine Stirn
Hoch in die Lüfte reckt,
Bis zu des Haunolds Alpenreich,
Das tausend Blumen deckt:
Dort ist mein schönes Heimatland
Mit seinem schweren Leid,
Mit seinen stolzen Bergeshöh'n,
Mit seiner stolzen Freud.

3. Im Frühling, wenn's im Tal entlang
Aus allen Knospen sprießt,
Wenn auf dem Schlern im Sonnenhang
Der Winterschnee zerfließt:
Da fühl ein eigen Sehnen ich
Und halt es nicht mehr aus,
Es ruft so laut die Heimat mich,
Ich wandre froh hinaus.

4. Wenn in der Sommersonnwendnacht
Das Feuer still verglimmt,
Weiß jeder und das Herz ihm lacht:
Die Kletterzeit beginnt.
Von König Laurins Felsenburg,
So stolz und kühn gebaut,
Hab wohl von jeder Zinne
Oft die Heimat ich geschaut.
5. Dann kommt mit seiner Herrlichkeit
Der Herbst ins Land herein
Und alle Keller füllen sich
Mit Heimatfeuerwein.
Man sitzt beim vollen Glase dann
Und singt ein frohes Lied,
Wenn in des Abends Dämmerschein
Der Rosengarten glüht.

6. Das Jahr vergeht, die Zeit verrinnt
Und leise über Nacht deckt's Heimatland
In Berg und Tal
Des Winters weiße Pracht.
Zu einem kleinen Hüttlein
Führt die Spur von meinen Ski,
Und abends tönt vom Berg ins Tal
Ganz leis die Melodie:

7. Drum auf und stoßt die Gläser an,
Es gilt der Heimat mein:
Die Berge hoch, das grüne Tal,
Mein Mädel und der Wein!
Und wenn dann einst, so leid mir's tut,
Mein Lebenslicht verlischt,
Freu ich mich, daß der Himmel auch
Schön wie die Heimat ist!


ev. 2 x mit der Maust auf Pfeil klicken (aber erst, wenn die Eingangsmelodie verstummt ist)

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