Nürnberg am Wegfeld - Kraftshof - Boxdorf

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Wanderung am 18. Februar 2026 -  Wanderstrecke ca. 7,5 km

Teilnehmer: Achim, Henry, Karsten, ManfredKa, ManfredKe, Pit, Roland, Udo

Wieder ganz aktuell: Im Februar 1964 bietet Präsident Charles de Gaulle dem Bundeskanzler Ludwig Erhard bei einem Besuch in Paris, im Fall eines militärischen Konflikts, den sofortigen Einsatz französischer Atomwaffen an.
Immer aktuell: die Beatles. Sie belegen im Februar 1964 erstmals den ersten Platz in den US-Charts mit
"I want To Hold Your Hand".

Heutige Themen: Absturzgedenkstätte am Flughafen, Wehrkirche Kraftshof und All You can Eat 🤣

Auf der Suche nach trockenen Wegen sind wir im Knoblauchsland am Flughafen gelandet (bitte beachten: Wortspiel 😊).
Und nachdem sich Karsten schon auf Wehrkirchen eingeschossen hatte (Wortspiel Nr. 2 😊) haben wir das Neunhofer Schloss links liegen lassen und uns auf den alten Friedhof mit der Wehrkirche St. Georg in Kraftshof konzentriert.

Die Kirche St. Georg wurde wahrscheinlich von der Patrizierfamilie Kreß von Kressenstein (Friedrich Kreß) in den Jahren 1305 bis 1315 im gotischen Stil erbaut. Das Langhaus wurde im Jahre 1438 erweitert.
Der fünfeckige Wehrfriedhof entstand in den Jahren 1505 bis 1510. Die Wehrmauer ist mit begehbaren Wehrgängen ausgestattet und an den Ausgucken befinden sich Gesichter, die wohl der Abschreckung dienen sollten.
Die Anlage ist beispielhaft für eine mittelalterliche Kirchenburg in Franken.
Die umfangreiche Innenausstattung der Kirche stammt ebenfalls von der Familie Kreß. Die Familie übte von 1781 bis 1969 das Patronatsrecht in St. Georg aus. Insgesamt ist das Kircheninnere von den fünf großen Grabmonumenten der Familie geprägt, daneben sind drei Altäre zu bestaunen: Der Hauptaltar aus dem Jahre 1480, der den Kampf des Heiligen Georg mit dem Drachen zeigt, ein Leonhardsaltar aus dem Jahre 1476 und die Muttergottes eines Marienaltars aus dem 15. Jh., von dem sonst leider nichts mehr erhalten ist. Sehr interessant ist auch die Holzbalkendecke.
Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch eine großzügige Spende der Brüder Samuel und Rush Kreß (New York) ermöglicht.

Der Name Georg stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet Landmann. Der heilige Georg stammte wahrscheinlich aus Kappadokien und starb um 303 als römischer Soldat den Märtyrertod. Er wird am 23. April verehrt.
Im späten Mittelalter galt er als allgemeiner Volksheiliger, heute gilt er als Schutzheiliger der Waffenschmiede, Bauern, Schützenbruderschaften und moderner Jugendbünde, v. a. der Reiter und der Pferde.
Im Abendland, wo er zunächst mit Palme dargestellt wird, wurde er spätestens seit den Kreuzzügen als Reiterheiliger verehrt.
Er wird zu Pferd dargestellt, wie er den Drachen tötet. Auf seiner Fahne und seinem Schild ist zumeist ein Kreuz zu sehen.

Quelle: "Bayern-online-erleben", (Mapcarta / Geschichte / Wikipedia Kraftshof) & St. Georg)

Wir starten also an der Endhaltestelle der Nürnberger Straßenbahnen und Erlanger Busse (die manchmal auch noch weiter fahren) und laufen Richtung Flughafen. An der westlichen Stirnseite der Landebahn warten wir vergeblich auf eine Maschine, dafür erleben wir, als wir ein Stück an der nördlichen Seite entlang laufen, wie sich hintereinander gleich drei Flugzeuge wie Federn in die Lüfte erheben. Es ist doch immer wieder spannend zu erleben, was Dank der schlauen Ingenieure alles möglich ist - die Kaufleute denken staunend darüber nach, wie es wohl funktioniert 😁. Natürlich kommt bei den ehemaligen Vielfliegern und Senatoren auch etwas Wehmut auf, als über die gute alte Zeit schwadroniert wird.

Wir biegen dann ab nach links, machen einen kurzen Schlenker zur "Absturzgedenkstätte" (s. Bericht vom 6.4.22) und gehen direkt nach Kraftshof zur Wehrkirche - wahrlich ein Kleinod, das, lt. Burgenwelt, ohne Zweifel zu den schönsten und beeindruckensten befestigten Kirchenbauten in Deutschland zählt.
Nach einer ausführlichen Besichtigung der Kirche und des ebenso interessanten Friedhofes verlassen wir das Areal. Natürlich folgt vor den schönen altehrwürdigen Gebäuden der Gasthöfe "Alte Post" und "Schwarzer Adler" ein ausführlicher Erfahrungsaustausch - denn für viele Erlanger Siemensianer gehörte letzterer Ende der 70er/ Anfang der 80er zum Pflichtprogramm, wenn man Kunden mit fränkischer Kost imponieren wollte und nach manch einer Abteilungsfeier konnten sich etliche Teilnehmer am nächsten Tag nur noch an die Ankunft erinnern. Bei Udo reichen die Erinnerungen zurück bis in die Studienzeit, als er mit Peter das eine oder andere übertellerrandgroße Schnitzel noch zu vernünftigen Preisen verzehren durfte.

Dann geht es weiter nach Neunhof. Da wir mehr Zeit als geplant in Kraftshof verbracht haben, widmen wir der "Neunhofer Marter mit den vier Steinkreuzen" (s. Bericht vom 6.4.22) nur kurz unsere Aufmerksamkeit und verschieben den Besuch des Schlosses auf einen späteren Zeitpunkt.
Wir gehen nun schnellen Schrittes ein Stück durchs Knoblauchsland zur B4 und an der entlang nach Boxdorf zum chinesischen Asia-XX-Lucky.
Nicht nur die Gourmands kommen wieder voll auf ihre Kosten und von Karsten lernen wir, dass guter Geschmack (gut schmecken) nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun hat. Google-KI sagt dazu "Der grundlegende Unterschied zwischen gutem Geschmack und Qualität liegt in der Subjektivität gegenüber der Objektivität. Während Geschmack eine persönliche Empfindung ist, beschreibt Qualität objektive, messbare Eigenschaften". In unserem Fall sagen 4 objektiv gemessene Gänge zum Buffet durchaus auch etwas über die subjektive persönliche Empfindung aus 😉.
Trotzdem werden wir beim nächsten Mal, beim Besuch des Neunhofer Schlosses, im "Grünen Baum" einkehren 😊.

 

 Bilder (Vollbild: "Klick" auf das Bild mit linker Maustaste - runterladen/ speichern mit rechter Maustaste)

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  ganz trocken waren die Wege doch nicht

 

 

 

  er hat es doch das geschafft, was Manfred in lockerem Sprung überwunden hat

  die Absturzgedenkstätte - immer noch schön gepflegt

  Schwarzer Adler

  
 
  
   
       
  

 

unten die ersten Frhlingsblüher     

 Krokus -                                                         Schneeglöckchen                                               - Winterlinge

  "Neunhofer Marter mit den vier Steinkreuzen"

 

 

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 Das Wanderwetter in und um Erlangen

 

 "Trau - schau - wem": je näher die Zukunft der Gegenwart kommt,
                                       desto mehr gleichen sich die Vorhersagen.

    

 Für Erlangen und Umgebung: der "Wetterochs", auf den man sich,
 für seinen kürzeren Vorhersagezeitraum, immer gut verlassen konnte.

  
 ">> weitere Aussichten" zeigt 6 Tage / bzw. 7-11 Tage für Erlangen
 bei "wetter.net" kann man andere Orte wählen

 

Wer das passende Wetter noch nicht gefunden hat, kann es auch hier versuchen: mit Monatsvorhersage

    

Die Darstellung der Wanderstrecken erfolgt mit einem Skript von www.j-berkemeier.de: dem  GPX Viewer    (Anzeige-Beispiele)