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Das Bistum Bamberg, gegründet
von
Heinrich II., 973-1024, aus dem Geschlecht der
bayerischen Herzöge, ab 1002 ostfränkischer
König, Kaiser von 1014 bis 1024, war ein bedeutendes
Machtzentrum im ostfränkischen Reich.
Heinrich wurde (zusammen mit seiner
Frau Kunigunde von Luxemburg, 978-1033) bestattet
im
Bamberger Dom St. Peter und St. Georg, der
zu den deutschen Kaiserdomen zählt.
Einen ersten Bau ließ
Heinrich schon 1002, als gerade gesalbter
ostfränkischer König, in einer
unglaublich kurzen Bauzeit von nur 10 Jahren
errichten. Dieser und ein Nachfolge-Bau
brannten nieder. Der heutige Dom,
errichtet im späten 12./ frühen 13. Jh. weist
Stilelemente der Spätromanik und der Frühgotik
auf. Er ist
einer der wertvollsten Schätze der europäischen
Kunstgeschichte und weist wertvolle
Kunstdenkmäler auf. U.a. das Riemenschneidersche
Grabmal des Kaiserpaares, den
Veit-Stoß-Altar und den
Riemenschneider- (oder Heinrichs-) Altar. Gern wird
auch auf den
"Bamberger
Reiter"
(errichtet 1235) hingewiesen: König Stephan von
Ungarn soll mit seinem Pferd einfach in den Dom
geritten sein, als er nach Bamberg kam, um die
Schwester Kaiser Heinrichs zu heiraten.
Ein Kleinod ist das
marmorne
Hochgrab
für das kaiserliche Ehepaar, das ab 1499 von
Tilman Riemenschneider geschaffen wurde. Auf der
Seite von Kunigunde ist die Legende der
Pflugscharprobe dargestellt:
Heinrich und Kunigunde hatten jung, ganz
offensichtlich aus Liebe, geheiratet. Obwohl der
Kindersegen ausblieb hielt Heinrich zu ihr - es
lag wohl an ihm. Als Kunigunde Untreue
nachgesagt wurde, schwor sie, niemals einem Mann
beigewohnt zu haben und unterzog sich einem
Gottesurteil:
sie lief sie, ohne Schaden zu nehmen, über
glühende
Pflugscharen. Damit
stand das Paar im Ruf sagenhafter Keuschheit.
Dieses und Unmengen an Spenden für Klerus und
Klostergründungen ließ das "heilige Paar"
in guter Erinnerung bleiben. Es ist am
Chorgestühl des Ost- oder
Georgen-Chors dargestellt. An der Außenseite
des Chores, vor dem "Sonnenloch"
stand wohl der Kunigundenaltar mit einer aus
purem Gold bestehenden Reliquienbüste mit dem
Haupt der Hl. Kunigunde. Aus der kleinen
kreisrunden Öffnung nach außen ergoss sich die
Heilskraft der
Kopfreliquie über die ganze Stadt.
Nach
Heinrichs Tod regierte Kunigunde 6 Wochen lang das
Reich, bevor die Herrschaft an
Konrad II, den Älteren überging.
Mehr zu
Bamberg hier und
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(mit Passwort)
Zum Bistum Bamberg gehörte auch die
Königstadt Forchheim, mit seiner
karolingischen Pfalz im Regnitztal. Um die in
die Fränkische Schweiz (und in die Oberpfalz)
eingewanderten slawischen Wenden auch kulturell
einzugliedern, belehnte der Kaiser sie mit
Gütern rechts der Regnitz und ließ sie
Schutzburgen bauen (auf deren Grundmauern später
die Markgrafen ihre Adelssitze errichteten).
Die Bedeutung der
ehemaligen fürstbischöfliche Residenzstadt
Forchheim als Hauptort des "Heiligen römischen
Reiches deutscher Nationen", eine der
ältesten Städte Frankens (erstmals 806
erwähnt), wurde unterstrichen durch eine
Königskrönung: 900
Ludwig IV. das Kind (6 Jahre) und 2
Königswahlen: 911
Konrad I. und 1077
Rudolf von Rheinfelden als Gegenkönig zu
Heinrich IV., der vom Papst exkommuniziert wurde
(Gang zu Canossa).
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