Von Erlangen zum - & dann am - Mainradweg, vom 22. - 25.09.2026

 Teilnehmer: Henry, Achim, Pit, Udo, Wolfgang

Bilder

Route Erlangen - Sand am Main
Route Sand a. M. - Volkach
Route Volkach - Würzburg

zur -Startseite

    


Fünf kleine Negerlein sieht man starten hier ...

    

Würzburg, Alter Kranen

.. am Ende, in Würzburg, waren's nur noch vier

Unfall vor Schweinfurt

Wir starten am Dienstag, den 22.September 2026, am "Löchhla", bei herrlichem Sonnenschein - und so ist es bis zum letzten Tag geblieben: Wenn Engel reisen, ...

> Tag 1, Erlangen - Sand am Main: Die abwechslungsreiche und landschaftlich reizvolle Radtour führt uns am ersten Tag von Mittelfranken ins Weindorf Sand am Main im Maintal. Sie kombiniert flache Fluss- und Kanalradwege mit (ab Hirschaid) einer idyllischen Fahrt durch den Steigerwald und (zum Abschluss) einem rasanten Finale hinab nach Sand am Main.
Zunächst "rollen" wir entspannt durch die grünen Regnitzauen, durch weite Wiesen und schattige Flussabschnitte, wechseln aber bald auf die gut ausgebaute RegnitzRadweg Kanalroute. Immer am flachen Ufer des Main-Donau-Kanals entlang geht es vorbei an Forchheim und Hausen gänzlich ohne Steigungen bis nach Hirschaid.
Hier legen wir die erste Pause ein und gönnen uns einen Kaffee und ein gutes Stück Kuchen.
Ab Hirschaid verlassen wir das Regnitztal in westlicher Richtung, um das Tal der Aurach (die „Obere Aurach“, nicht zu verwechseln mit der Mittleren Aurach bei Frauen-/ Herzogenaurach) anzusteuern. Über ruhige Nebenstraßen und Wirtschaftswege passieren wir die beschaulichen Ortschaften Neuhaus und Höfen und erreichen schließlich Stegaurach, das kurz vor den Toren Bambergs liegt. Ab Stegaurach folgen wir dem idyllischen Obere Aurach Radweg, vorbei an den Trabelsdorfer Weihern und weiter, einigermaßen flach und verkehrsarm, im tiefen Flusstal vorbei an Neuhausen und durch Kirchaich nach Oberschleichach - nun mitten im waldreichen Naturpark Steigerwald.
Hinter Oberschleichach verlässt der Weg den flachen Talgrund. Es folgt der sportliche Abschnitt der Tour: Durch Zell am Ebersberg geht es hinauf, bevor uns die spektakuläre Gefällstrecke am Zeller Berg erwartet. Belohnt für die bisherigen Anstrengungen werden wir mit einer steilen, rasanten Abfahrt hinunter ins Maintal. Die Tour endet im schönen, von Weinbergen umgebenen, Sand am Main.
Wir kehren ein im
Weingut und Hotel Goger. Nach dem Abendessen unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang, wundern uns über schwarze Schwäne, die nur eine Blickrichtung haben, genießen den Sonnenuntergang und einen erholsamen Schlaf - jedenfalls fast alle 😁.

> Tag 2, Sand - Volkach: Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kostenlosen Information über die Probleme der Weinbauern, die besonders Wolfgangs Mitleid erweckt, radeln wir über den Main in die historische Fachwerk-Stadt Zeil am Main, die uns ja von einer unserer letzten Wanderungen noch bestens bekannt ist.
Vor uns liegen rund 65 Kilometer auf dem flachen, bestens ausgebauten Main-Radweg (nach dem gestrigen Tag die pure Entspannung), der uns heute vom fränkischen Bierland mitten hinein ins Weinland führt. Wir folgen dem in der Sonne glitzernden Main flussabwärts, "rollen" durch die weiten, grünen Auenlandschaften und genießen die frische Luft.
Und dann, kurz vor Schweinfurt, passiert es: Henry kommt vom Weg ab, das Vorderrad verdreht sich an der geteerten Kante und er stürzt. Er versucht zwar noch weiterzufahren, aber die Schmerzen sind zu stark - also wählen wir 112. Schnell sind Sanka und Polizei vor Ort. Sein Tag (und einige weitere) endet im Krankenhaus, wo wir ihn noch begleiten, Fahrrad und Gepäck unterbringen und in der hauseigenen Gourmet-Kantine zu Mittag essen. Am Nachmittag, nachdem Henry "versorgt" ist, geht es für uns weiter.
Hinter Schweinfurt verändert sich die Landschaft. Die seitlichen Hügel werden steiler, die ersten Rebhänge tauchen auf und wir radeln durch malerische Weindörfer. Im idyllischen Wipfeld schwenken wir von der Strecke ab und machen eine gemütliche Rast im fahrradfreundlichen Biergarten Zehntgraf (und einen Abstecher zum Marktplatz). Wir sitzen bei angenehmem Wetter direkt am Fluss und stärken uns mit Wederweißen und Kaffee für die Weiterfahrt nach Untereisenheim zum farbenfrohen, fantasievollen Weingut Hirn, das nach den visionären Plänen von Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde. Wir steigen vom Sattel, bestaunen die geschwungenen Linien und bunten Säulen und schießen ein paar Erinnerungsfotos.
Nur ein kurzes Stück weiter wartet ein kleines Abenteuer auf uns. Am Flussufer bei Kaltenhausen checken wir auf der geschichtsträchtigen Mainfähre Fahr ein. Während der „Schorsch“ uns sicher über das glitzernde Wasser ans andere Ufer nach Fahr transportiert, genießen wir den herrlichen Rundumblick auf die Mainschleife.
Bevor wir unser endgültiges Etappenziel ansteuern, nehmen wir den kleinen Anstieg hinauf zum Volkacher Kirchberg, zur berühmten spätgotischen Wallfahrtskirche Maria im Weingarten, in Angriff. Leider ist sie verschlossen und wir können Tilman Riemenschneiders weltbekanntes Meisterwerk, die „Madonna im Rosenkranz“ nicht bestaunen. Dafür belohnt uns vor der Tür ein fantastischer Ausblick über das Rebenmeer.
Nach diesem Kultur- und Naturgenuss rollen wir die letzten Meter entspannt bergab und erreichen über ein paar schmale Schleichwege und durch das Zentrum von Volkach schließlich unser heutiges Etappenziel, eine "top Kellerwohnung" am Stadtrand. Nach schnellem Frischmachen und Umziehen essen wir eine Kleinigkeit in Römmerts Vinothek und lassen den Tag bei einem kühlen Glas Frankenwein gemütlich ausklingen.

 > Tag 3, Volkach - Würzburg: Nach einer kurzen vergeblichen Suche nach einem Cafe in der Innenstadt von Volkach führt uns ein Aborigine zu einem Kaffeehaus in der Nähe des Alten Bahnhofs. Dort gönnen wir uns ein ausgiebiges Frühstück.
Dann überqueren wir den Mainkanal und folgen wieder den Windungen des Flusses auf dem gut ausgebauten Radweg. Wir fahren durch die (uns durch ihre Produkte bestens) bekannten Weinorte Nordheim (Vögelein), Sommerach (Katzenkopf) und nehmen Kurs auf unser erstes heutiges Highlight: die mächtige Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Schon von Weitem erblicken wir die vier markanten Türme der monumentalen Abteikirche. Wir halten an, treten ein und lassen einen Augenblick lang die spirituelle Atmosphäre, die kühle Stille des imposanten Gotteshauses auf uns wirken. Dann schwingen wir uns wieder auf die Räder und steuern das nahegelegene Dettelbach an. Hier besichtigen wir die beeindruckende Wallfahrtskirche „Maria im Sand“ und bewundern die kunstvolle Architektur.
Nach einem Schlenker über den Marktplatz geht e weiter flussabwärts nach Kitzingen, wo wir einen sehr, sehr kurzen Abstecher in die historische Innenstadt machen. Eigentlich wollten wir Henry ein Bild vom berühmten schiefen Falterturm schicken - leider ist es nur der Marktturm am Rathaus geworden 😒.
Weiter geht es, ab Kitzingen linksmainig 😊 und in Windeseile, nach und durch Marktbreit. Eigentlich wollten wir den "Genusswagen" und die "Mainlände" in Sulzfeld begutachten und die bis über Würzburg hinaus bekannte und beliebte Eisdiele in Marktbreit testen - da die hochstehende Sonne jedoch deutlich an die Mittagszeit erinnert und Udo den Schweinebraten in Schwarzbiersoße in Ochsenfurt fest eingeplant hatte, wird das (wie bereits am 9.9.26) wieder verschoben.
Auf dem gut ausgebauten Radweg geht es nun,
von Udo unbeabsichtigt schneller als gewollt (da leicht abwärts, rückenwindig 😊 und ... Schweinebraten in ...), nach Ochsenfurt. Dort dann Enttäuschung: der Anker hat leider zu (also kein Schweinebraten in ...). Jedoch finden wir schnell Ersatz: ein nettes kleines Lokal (Gasthof Schmied) in der charmanten Altstadt (allerdings sind die nicht gerade üppigen Portionen nicht gerade preiswert, nächstes Mal gehen wir wohl besser zum Kauzen).
Nach dem üblichen Fotoschießen überqueren wir die Alte Mainbrücke, werfen einen Blick auf das Dach des Hauses in der Seinsheimstr. Nr. 11 und radeln dann weiter, nun wieder rechts des Maines, nach Sommerhausen. In dem idyllischen Künstlerort legen wir wieder eine Pause ein und gönnen uns eine Tasse Kaffee mit Kuchen (auch unser beliebtes Eis-Café hat leider geschlossen).
Die letzten Kilometer, über Eibelstadt (Kapellenberg), Randersacker (Ewig Leben), usw., verfliegen dann wie im Flug. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich unser Ziel: Würzburg, wo wir die Tour mit Blick auf die Festung Marienberg beenden.
Wir übernachten im günstig gelegenen Hotel Strauss und unternehmen nach dem Einchecken noch eine kleine zu-Fuß-Tour in die Innenstadt. Wolfgang erläutert anhand des Reliefs am Nordportal der Marienkapelle die Funktion der unbefleckten Empfängnis (nicht nur wir, auch Maria war wohl ganz Ohr), dann statten wir dem Dom einen kurzen Besuch ab - das Lusamgärtchen mit dem Grabmal des berühmten Minnesängers Walther von der Vogelweide war leider schon geschlossen - und so blieb uns nichts anderes übrig, als den Tag in der Weinstube des Juliusspitals ausklingen zu lassen.

> Tag 4: Eigentlich war am Freitag, den 25.09. noch eine Tour nach Lohr am Main vorgesehen. Ein Blick in den Fahrplan der DB zeigt jedoch, dass auf der Strecke der geplanten Rückreise, zwischen Lohr und Würzburg, Schienenersatzverkehr eingesetzt werden soll - was natürlich ein Problem für die Fahrradbeförderung bedeutet.
Also begnügen wir uns mit einer Rundfahrt zum Main (Alter Kranen, Alte Mainbrücke, Blick zum Käppele und Festung Marienberg) und treten schon um die Mittagszeit die Heimreise an.
Achim, Pit und Udo lassen den Tag dann mit einem 🍧 in der Fußgängerzone in Erlangen ausklingen 😉.

Schee woars!